Energieeffizienzklassen – wie effizient sind sie wirklich?

Energieeffizienzklassen ähneln ein wenig dem Notensystem in der Schule. So gibt es sieben Unterscheidung in Sachen Energieverbrauch. Der Unterschied: Die Qualität wird nicht in Zahlen wiedergegeben, sondern in Buchstaben. Dabei sind die besten vier Möglichkeiten alle mit einem „A“ versehen, während anschließend „B“,“C“ und „D“ einen hohen Energieverbrauch angeben. Welche Energieeffizienzklasse mit welchen Kosten in Verbindung zu bringen ist haben wir im Folgenden genauer erklärt.

A bis A+++

Die ersten vier Bewertungen werden alle mit dem ersten Buchstaben unseres Alphabets beschrieben. Hierfür gibt es eine einfache Erklärung: Bei der Einführung der damals noch Energieverbrauchsetikett genannten Unterteilung des Energieverbrauchs 1998 war die Skala abgeschlossen von A bis G. Heutzutage sind die Energieeffizienzen jedoch deutlich besser, wodurch die Skala irgendwann nicht mehr ausgereicht hat. Entsprechend wurden in Deutschland die Plus-Varianten eingeführt. Dies veranlasste Kritiker dazu, dieses System als wenig transparent anzuerkennen. Denn die Grundlage für ein Bewerten über das Bestmögliche hinaus ist schwer nachzuvollziehen. Eine einfache Angabe, wie zum Beispiel der Verbrauch in Watt, ähnlich wie der Spritverbrauch beim Auto, lässt eine deutlichere Bewertung zu.
Aus diesem Grund haben wir eine Aufstellung konzipiert, die den Energieeffizienzwerten einen reinen Energieverbrauch zuordnet. Als Einrichtungsland und Experte für Haushaltsgeräte sehen wir uns hier in der Pflicht, dieses missverständliche Bewertungssystem zu entwirren.

Kilowattstunden als Anhaltspunkt

Betrachten wir also die benötigten Kilowattstunden eines Haushaltgeräts als absolute Kennziffer für Leistungseffizienz so lassen sich klare Abgrenzungen erstellen. Übrigens: Die Energieeffizienzklassen machen sich den sogenannten Energie-Effizienz-Index als Skala zu nutze. Hierfür werden als ersten Größenklassen für verschiedene Arten von Geräten festgelegt und anschließend ein Referenzwert festgelegt. Die Zuordnung eines bestimmten Gerätes zu einer Energieeffizienzklasse ergibt sich dann durch die Abweichung seines tatsächlichen Energieverbrauchs vom Referenzwert seiner Größenklasse. Hier ist die Relation einfach zu untransparent für den Kunden.

Aus diesem Grund möchten wir Deutlichkeit hineinbringen: Ein Gerät, das schlechter ist als „A“ hat heutzutage keinen Sinn mehr. Ist der Kaufpreis noch so gering sollte von einem Gerät mit „B“, „C“ oder „D“ abgeraten werden.

  • Klasse „A“ zeichnet einen Verbrauch von ca. 270 kWh im Jahr. Das sind Kosten von ca. 72 Euro.
  • Im Vergleich dazu hat die Energieeffizienzklasse A+++ einen Verbrauch von 166 kWh, was Kosten von ca. 44 Euro sind. Hier trumpft beispielsweise unser Kühlschrank von Siemens auf, der mit 114 kWh deutlich in „A+++“ liegt.

Sie sehen also, dass durch die Energieeffizienzklassen an Geld gespart werden kann. Man muss eben nur wissen, was es bedeutet und auf welchen Wert zu achten ist. Zu guter Letzt: Ab 2020 soll die Skala wieder von A bis G gehen. Um mehr Nachvollziehbarkeit zu gewährleisten. Warten wir also ab, ob dieses System dann besser funktioniert.

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