Die Küche im Wandel der Zeit

Schon seit es Feuerstellen im Wohnbereich gab, hatte die Küche einen hohen Stellenwert. Seitdem hat sich eine Menge getan! Wir zeichnen im Folgenden die Entwicklung der Küche bis heute nach.

Am Anfang war das Feuer

Ein abgetrennter Bereich zum Kochen war in der Vergangenheit nur für die Oberschicht denkbar. Das gemeine Volk hingegen nutzte eine zentrale Kochstelle über offenem Feuer, das zugleich als Wärme- und Lichtquelle fungierte. Der eher einfache Speiseplan erlaubte simple Gerätschaften. Ein Kessel über dem Feuer ließ das Essen kochen. Die Temperatur konnte dabei durch eine verstellbare Kette reguliert werden. Die verrauchten Räume waren für lange Zeit gesundheitsschädliche Normalität.

Die oberen Zehntausend

Selbst die privilegierten Mitglieder des Adels und der städtischen Oberschicht hatten lange keine andere Wahl, als über offenem Feuer zu kochen. Allerdings lagerten sie rigoros aus: Die Feuerstelle samt Rauch ebenso wie die Arbeit. Bedienstete bereiteten das Essen in einer eigens dafür eingerichteten Küche zu. Hier fanden sich aufgrund der abwechslungsreichen und aufwändigen Gerichte auch Utensilien wie Bratspieße, Töpfe und Pfannen. Solche mittelalterlichen Küchen verfügten auch bereits über Schränke für das Koch- und Essgeschirr. Es entwickelte sich die Einrichtung zweier Küchen: In der Kochküche fand die Arbeit statt, die Prunkküchen dienten indes dazu, wertvolles Geschirr und funkelnde Küchengeräte zu präsentieren.

Der heimische Herd

Holzknappheit und die Angst vor Bränden begleiteten die Menschen seit jeher beim Kochen. 1735 dann fand der Architekt François de Cuvilliés der Ältere jedoch endlich eine Lösung: Er entwickelte einen geschlossenen Herd. Ein gemauerter Feuerkasten mit einer durchlöcherten Eisenplatte darauf sorgte für gemäßigte Flammen und sparsames Erhitzen. Weiterentwicklungen dieser Idee fanden ab etwa 1850 nach und nach ihren Weg in die Häuser von Menschen aller Schichten. Transportable Kochmaschinen aus Gusseisen traten an die Stelle der gemauerten Herde. Immer kompaktere Versionen machten den Einsatz in kleinen Räumen möglich. Auch einfache Haushalten konnten nun Gerichte aus mehreren Bestandteilen genießen.

Die Moderne prägt die Küche

Die Industrialisierung hielt auch in den Küchen Einzug. Wachsende Städte machten Wasseranschlüsse, Abwassersysteme und Gasversorgung nötig. Küchen für Wohnhäuser beinhalteten nun Spülen und gasbetriebene Herde. Sie wurden effizienter entworfen und geplant. In den 1920er Jahren entsteht mit der Frankfurter Küche die erste genormte Einbauküche. Die Nachkriegszeit brachte dann durch Normierung von Schränken und Geräten massentaugliche Funktionsräume hervor, in denen jeder Handgriff saß.

Der Kreis schließt sich

In gewisser Weise hat in der jüngsten Zeit eine Rückbesinnung zur zentralen Kochstelle stattgefunden. Die moderne offene Wohnküche mit einer Kochinsel greift das uralte Prinzip wieder auf – wenn auch deutlich komfortabler! Die Errungenschaften unserer Zeit machen die Zubereitung von Speisen heute zum Vergnügen. Von Annehmlichkeiten wie Dunstabzugshaube, Geschirrspüler oder Mikrowelle konnten unsere Vorfahren nur träumen. Der Trend vom Funktionsraum zurück zum Ort der Gemeinschaft besteht bereits seit den 1980er Jahren. Ein kommunikativer Mehrzweckraum, der nicht selten den Mittelpunkt des häuslichen Lebens darstellt.

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